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Malteserwallfahrt für Sinti und Roma nach Rom – Begegnung mit Papst Leo XIV. im Heiligen Jahr

Rom vom 17.-19. Oktober 2025
Malteserwallfahrt für Sinti und Roma nach Rom – Begegnung mit Papst Leo XIV. im Heiligen Jahr
20/10/2025

Im Rahmen des Heiligen Jahres organisierte die Sonderbotschaft für das Volk der Roma des Souveränen Malteserordens eine besondere Wallfahrt für Sinti und Roma aus Rumänien, Albanien und der Ukraine. Diese Wallfahrt im Heiligen Jahr war Teil der großen internationalen Pilgerreise von Roma, Sinti und Camminanti, an der rund 4.000 Pilgerinnen und Pilger aus über 70 Ländern teilnahmen. Koordiniert wurde das Ereignis vom Dikasterium für die Förderung der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Migrantes“ der Italienischen Bischofskonferenz, der Gemeinschaft Sant’Egidio, dem Vikariat der Diözese Rom sowie der Sonderbotschaft des Souveränen Malteserordens für das Volk der Roma.

Die Pilgergruppe wurde von Botschafter Dr. Franz Salm-Reifferscheidt, seiner Ehefrau Barbara und ihrer Tochter Franziska begleitet. Für die Organisation und Koordination war Stephanie Lanzdorf verantwortlich, während Udo Thianich-Schwamberger die Gruppe am Samstag im Vatikan empfing. Ebenfalls mit auf der Wallfahrt waren Roberto Musneci, Botschafter des Malteserordens in Rumänien, und seine Frau Marialaura. Anka Simu vom rumänischen Malteser Hilfsdienst betreute die Kindergruppe, während György und Andras Schumicky vom ungarischen Malteser Hilfsdienst die Pilger aus der Ukraine begleiteten.

Nach der Ankunft in Rom bezogen die Teilnehmer ihr Quartier und begaben sich auf erste Erkundungstouren durch die Ewige Stadt. Der Abend klang in fröhlicher Gemeinschaft bei Musik und Gesang aus, ein Vorgeschmack auf die Freude und Verbundenheit, die diese Wallfahrt auszeichneten.

Der Höhepunkt der Pilgerreise folgte am Samstag: die Begegnung mit Papst Leo XIV. in der Audienzhalle Paul VI. Frühmorgens machte sich die Gruppe auf den Weg in den Vatikan. Unter dem biblischen Leitwort „Die Hoffnung ist unterwegs – Mein Vater und meine Mutter waren umherziehende Aramäer“ (Dtn. 26,5) fand am 18. Oktober ein bewegendes Treffen mit dem Heiligen Vater statt. Die Veranstaltung wurde von Maris Milanese (TV2000) moderiert. Zu den Rednern zählten unter anderem Eva Rizzin, wissenschaftliche Leiterin des Nationalen Observatoriums gegen Antiziganismus in Verona, sowie Amadeus Giordan Halilovic, Student an der John Cabot University in Rom. Künstlerinnen und Künstler aus Italien, Rumänien, Frankreich, Spanien und Slowenien bereicherten das Treffen mit einem lebendigen musikalischen Programm.

Unter den Anwesenden befanden sich auch Fabio Kardinal Baggio, Untersekretär des Dikasteriums, Erzbischof Gian Carlo Perego, Präsident der Stiftung „Migrantes“, sowie die Botschafter Dr. Franz Salm und Roberto Musneci.

Papst Leo XIV. sprach den Pilgerinnen und Pilgern Worte der Ermutigung und Wertschätzung zu und hob die Bedeutung von Begegnung, Bildung und Glauben als Schlüssel zu einem friedlichen Miteinander hervor. Nach der Audienz stärkten sich die Teilnehmer bei einem Picknick im Vatikan und durchschritten anschließend gemeinsam die Heilige Pforte des Petersdoms. Am Grab des Heiligen Petrus und vor dem Allerheiligsten in der Sakramentskapelle hielten wir inne und dankten für die Früchte der vergangenen Jahre im Dienst am Volk der Roma.

Als krönenden Abschluss des Tages im Vatikan, genossen alle ein Eis im traditionsreichen Caffè San Pietro an der Via della Conciliazione. Besonders für die Kinder war dies ein Highlight. Sie hatten den Tag mit Geduld, Freude und Begeisterung erlebt.

Am Sonntag feierten die österreichischen Teilnehmer die Heilige Messe in der Nationalkirche Santa Maria dell’Anima. Nach einem gemeinsamen Caffè in der römischen Altstadt traten alle schließlich erfüllt von Dankbarkeit, Freude und reichen Eindrücken die Heimreise an.

„Die Wallfahrt war nicht nur ein spirituelles Erlebnis, sondern auch ein Symbol der Einheit und Hoffnung. Die Musik und der Gesang der Kinder brachten Wärme und Lebensfreude in jedes Zusammentreffen und erinnerten daran, dass die Sprache des Herzens oft stärker wirkt als viele Worte“, resümierte Botschafter Dr. Franz Salm-Reifferscheidt.

Mit dieser Pilgerreise setzte der Malteserorden ein kraftvolles Zeichen für die Würde, Integration und geistliche Begleitung der Roma und Sinti in Europa – im Geist des Heiligen Jahres und im Dienst am Menschen.